Männer sind beim Abnehmen wahre Diätmuffel

Männer sollen im Gegensatz zu Frauen nur selten genug Motivation für eine Diät aufbringen. Das kam jetzt bei einer deutschlandweiten Befragung heraus.

In einer Analyse von 97 Studien mit rund drei Millionen Probanden wurde nun festgestellt, dass leichtes Übergewicht auch Gutes bewirken kann. photocase.com © Miss X
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Männer sind im Vergleich zu Frauen richtige Diätmuffel. Zu diesem Schluss ist zumindest eine von der "Apotheken Umschau" in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage gekommen. Nur eine kleine Minderheit der befragten Männer hatte angegeben, in den letzten fünf Jahren eine Diät begonnen zu haben, um ungeliebten Pfunden zu Leibe zu rücken.

Abnehmbereitschaft bei Männern geringer

Im Rahmen der Studie befragte die GfK Marktforschung Nürnberg insgesamt 1.976 Personen über 14 Jahren. Nahezu ein Viertel der Befragten (403 Personen) hatte in den letzten fünf Jahren mindestens einen Abnehmversuch unternommen. In persönlichen Interviews gaben die Befragten Auskunft über ihre individuellen Diäterfahrungen. Klares Ergebnis: Männer waren deutlich seltener zu einer Diät bereit. Nur zwölf Prozent des starken Geschlechts hatten in den letzten fünf Jahren mit dem Abnehmen begonnen. Bei den Frauen waren es laut "Apotheken Umschau" mit 30 Prozent mehr als doppelt so viele, die einen Abnehmversuch wagten. Besonders viele Abnehmwillige fanden sich in der Gruppe der 30 bis 39-jährigen Frauen. Im genannten Zeitraum hatten sogar vier von zehn Frauen mindestens einmal versucht, ihr Gewicht zu reduzieren.

Aber nicht nur in der Häufigkeit, auch in der Methodik unterscheiden sich die beiden Geschlechter den Umfrageergebnissen zufolge. So probierte die Hälfte der befragten Frauen immer wieder neue Diätkonzepte zum Abspecken aus. Die Herren der Schöpfung bevorzugten da eher gewohnte Methoden. Zwei Drittel der Männer hielten sich immer an die gleiche Diät.

Männer wenig gesundheitsbewusst

Doch woran liegt es nun, dass sich verhältnismäßig wenige Männer mit dem Thema Abnehmen auseinandersetzen? Auf diese Frage gibt die aktuelle Studie der Apotheken-Umschau keine Auskunft. Spekuliert werden kann aber sicherlich, dass es an der Einstellung gegenüber Gesundheit im Allgemeinen liegt. So ergab der „Erste Deutsche Gesundheitsbericht“ von der „Stiftung Männergesundheit“ und der „Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit“ aus dem Jahr 2010, dass Männer ihre Gesundheit häufiger vernachlässigen. Psychische wie auch physische Probleme werden als Schwäche angesehen, das Eingeständnis körperlicher Beeinträchtigungen würde einem Versagen gleich kommen. Schuld daran ist nicht letztlich der gesellschaftliche Status von Männern als das „starke Geschlecht“. Eine neue gesellschaftliche Sicht, die Männern auch Schwächen zugesteht wäre also mit eine Vorraussetzung dafür, dass Männer ihre Gesundheit ernster nehmen.

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