Abführmittel

Eigentlich sollen sie die Darmtätigkeit anregen und Verstopfungen verhindern. Doch Abführmittel werden auch immer häufiger zur Gewichtsreduktion eingesetzt. Welche Gefahren mit der regelmäßigen und kontinuierlichen Einnahme verbunden sind und wie die Mittelchen aus ernährungswissenschaftlicher Sicht zu bewerten sind, erfährst du hier. In unserem ausführlichen Diättest gehen wir auf Vor- und Nachteile der Abnehmmethode, die Wissenschaftlichkeit und die Erfolgschancen ein und bewerten anhand unseres bewährten Sternchenschemas.

Krankenkassen sind nicht mehr dazu verpflichtet, die Kosten für verschreibungspflichtige Medikamente zu übernehmen. photocase.com © claudiaarndt
Inhaltsverzeichnis

Übersicht

Abführmittel sind Arzneitmittel, welche  die Darmtätigkeit anregen und Verstopfungen vermeiden. Einige verwenden diese Mittel aber auch zum abnehmen. Die Vertreter der Abführmittel sind der Meinung, dass mit Hilfe dieser Mittel die Verdauung beschleunigt wird. Somit hat der Körper keine Chance die Kalorien aufzunehmen und man nimmt dadurch ab. Doch was steckt wirklich hinter diesem Wundermittel?

Wir haben uns Abführmittel einmal genauer angesehen und hinsichtlich der Durchführung, der Umsetzung im Alltag, der Wissenschaftlichkeit, der Integration von Bewegung & Sport sowie der langfristigen Wirkung untersucht.

Gesamtbewertung

bewertet mit 2 von 5 Sternen

  • Vorgehensweise
  • Umsetzung im Alltag
  • Wissenschaftlichkeit
  • Berücksichtigung von Sport
  • Langfristige Wirkung

Vorgehensweise

bewertet mit 2 Sternen

Eine allgemeine Vorgehensweise gibt es nicht. Je nach Packungsbeilage nimmt man die Abführmittel ein. Es ist wichtig einen Arzt zu Rate zu ziehen – auch eine kompetente Apotheke ist eine große Unterstützung. Ebenso relevant: Die Packungsbeilage mit wichtigen Hinweisen und Nebenwirkungen genau studieren. Neben dem chemischen Abführmittel gibt es auch natürliche Mittel. Zum Beispiel wirken Rhabarber oder Rizinusöl abführend.

Umsetzung im Alltag

bewertet mit 2 Sternen

Der Vorgang ist zwar in den Alltag integrierbar, dennoch gibt es eine Ungemütlichkeit: Der ständige Drang zur Toilette – vor allem während der Arbeit könnte das für Einige unangenehm sein. Die Kosten halten sich in Grenzen. Je nach Mittel und Anbieter werden zum Beispiel ca. 100 Kapseln zwischen 8 und 20 € angeboten.

Wissenschaftlichkeit

bewertet mit 1 Stern

Es gibt verschiedene Abführmittel mit unterschiedlicher Wirkung auf dem Darm. Aber alle haben das gleiche Ziel: Den Stuhl weicher machen und die Darmtätigkeit anregen. Wie schon erwähnt glauben die Vertreter, dass die Verdauung beschleunigt wird und weniger Kalorien aufgenommen werden können. Doch das Mittel wirkt nicht im Dünndarm – wo die Nährstoffe absorbiert werden – sondern im Dickdarm. Daher kommt es eher zum Wasserverlust, anstatt des gewünschten Kalorienverlustes. Die Liste der Nebenwirkungen ist lang: u. a. kommt es zum Blutdruckabfall, Übelkeit, Muskelschwäche, reduzierte Darmtätigkeit nach Absetzung, allergische Reaktionen, Bauchkrämpfe, Bauchschmerzen, Harnwegstumore und es kommt zur Störung des Elektrolyt-Haushaltes.

Berücksichtigung von Sport

bewertet mit 1 Stern

Bei den Vertretern des Abführmittels steht eigentlich nur das schnelle Abnehmen ohne Mühe im Vordergrund. Jedoch ist eine gesunde Ernährungsweise mit einem guten Trainingsprogramm das A & O, wenn man gesund abnehmen möchte.

Langfristige Wirkung

bewertet mit 2 Sternen

Ein Abführmittel sollte nie länger als 2 Wochen angewendet werden. Eine längere Anwendung ist sehr gesundheitsgefährdend. Der Erfolg einer Gewichtsreduktion ist zwar da, doch das liegt nur am Wasserverlust.

Unser Fazit

Abführmittel sind nicht nur gesundheitsgefährdend, sondern schlagen auch in ihrer Wirkung fehl: Es kommt nicht zum gewünschten Gewichtsverlust. Es kommt eher zum Verlust von Wasser und dem damit verbundenen Mineralstoff- und Vitaminmangel. Wir sagen: nicht empfehlenswert! Ausgewogener Ernährung und Sport ist effektiver und gesünder.

Gesamtbewertung

bewertet mit 2 von 5 Sternen

  • Vorgehensweise
  • Umsetzung im Alltag
  • Wissenschaftlichkeit
  • Berücksichtigung von Sport
  • Langfristige Wirkung

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