Ananas-Diät

Bei der Ananas-Diät steht – nicht wirklich überraschend – der Konsum von Ananas im Fokus. Außer der Frucht selbst und ihrem Saft sind nur Tee und Wasser erlaubt. Du möchtest endlich abnehmen und willst wissen, ob dir die Ananas-Diät dabei helfen kann? Dann informiere dich hier in unserem ausführlichen Diättest und erfahre alles Wichtige rund um die Mono-Diät. Welche ernährungswissenschaftlichen Bedenken es gibt, wie sich die Diät umsetzen lässt und ob ein langfristiger Erfolg zu erwarten ist, erfährst du hier.  

Unser Stoffwechsel wird durch den Verzehr von Ananas bei der Entsäuerung unterstützt. photocase.com © Noanak
Inhaltsverzeichnis

Übersicht

Die Ananas-Diät ist eine der Mono-Diäten und gilt als Crash-Diät, die – wie der Name schon sagt – hauptsächlich den Verzehr von Ananasfleisch und -saft beinhaltet. Unter einer Mono-Diät versteht man eine Ernährungsform, bei der ausschließlich ein Lebensmittel verzehrt werden darf.

Die Ananas ist schon lange als das Abnehm-Obst schlechthin bekannt. Das hat auch einen guten Grund. Die saftige Frucht entgiftet, entwässert und entlastet den Organismus. Außerdem ist sie reich an verdauungsfördernden und eiweißspaltenden Enzymen. Die Ananas soll sich daher positiv auf den Stoffwechsel auswirken und einen schnellen Gewichtsverlust garantieren. Doch hält die Diät auch das, was sie verspricht, oder ist die Ananas-Diät bloß eine von vielen Crash-Diäten, die man seinem Körper lieber nicht zumuten sollte?

Wir haben uns die Ananas-Diät einmal genauer angesehen und hinsichtlich der Durchführung, der Umsetzung im Alltag, der Wissenschaftlichkeit, der Integration von Bewegung & Sport sowie der langfristigen Wirkung untersucht.

Vorteile

  • schnelle Abnehmerfolge
  • Ananas ist per se eine schmackhafte, gesunde Frucht  

Nachteile

  •  Verlust von Wasser und Muskelmasse größer als von Fett
  • kann zu Mangelerscheinungen führen  

Erlaubt

  • keine Mengenbeschränkung
  • Ananassaft ist erlaubt  

Nicht erlaubt

  • andere Nahrungsmittel sind tabu
  • die Diät als dauerhafte Ernährungsweise nutzen  

Gesamtbewertung

bewertet mit 2 von 5 Sternen

  • Vorgehensweise
  • Umsetzung im Alltag
  • Wissenschaftlichkeit
  • Berücksichtigung von Sport
  • Langfristige Wirkung

Vorgehensweise

bewertet mit 3 Sternen

Wie der Name schon verrät, soll während der Ananas-Diät ausschließlich die Frucht selbst und aus ihr hergestellte Fruchtsäfte zu sich genommen werden. Der Abnehmende sollte dabei allerdings darauf achten, nur frische Früchte zu verzehren. Ananas aus der Dose zu nehmen erscheint zwar komfortabler, jedoch werden die Enzyme und Vitamine der Ananas in den Konserven weitgehend zerstört. Zusätzlich enthalten die Dosenfrüchte viel mehr Kalorien, da ihnen für einen angenehmeren Geschmack Zucker zugesetzt wird. Mit rund 500 Kalorien pro Frucht ist die Ananas besonders kalorienarm. Der Tagesbedarf an Kalorien während der Diät liegt bei 1.000 bis 1.500 Kilokalorien. Täglich sollte man also etwa zwei bis drei Kilogramm Ananas zu sich nehmen. Für die Flüssigkeitszufuhr sind Tee, Ananassaft und Wasser vorgesehen. Davon sollten zwischen zwei und drei Litern pro Tag getrunken werden. Wann genau die Ananas gegessen wird, ist jedem selbst überlassen. Das bekannte Hungergefühl bei Diäten spielt hier keine Rolle. Bekommt man Hunger, kann man sich jederzeit ein Stück Ananas gönnen. Über einen längeren Zeitraum sollte die Ananas-Diät allerdings nicht durchgeführt werden. Selbst schon nach wenigen Tagen der Ernährung ausschließlich mit Ananas können Mangelerscheinungen auftreten. Aufgrund der sehr einseitigen Nahrungszufuhr und der Tatsache dass dem Körper über den gesamten Zeitraum hinweg gar kein Fett zugeführt wird, ist der Abnehmende schnell mit Ballaststoffen, Eiweißen, Mineralstoffen und Vitaminen unterversorgt.

Umsetzung im Alltag

bewertet mit 2 Sternen

Die Ananas-Diät ist besonders für Personen geeignet, die schnell ein paar Kilos verlieren möchten – sei es für ein bisschen mehr Luft im zu engen Ballkleid oder aber für einen flacheren Bauch auf der bevorstehenden Strandparty. Über einen längeren Zeitraum hinweg sollte die Diät aber auf keinen Fall durchgeführt werden, da sie sonst gesundheitsgefährdend sein kann. Die Ananas gehört durch ihren fruchtigen und süßen Geschmack zwar zu den beliebtesten Obstsorten, allerdings könnte der ausschließliche Verzehr trotzdem nach einigen Tagen sehr eintönig werden und an den Nerven und der Motivation des Abnehmwilligen zerren. Ist das der Fall, könnte man zur Abwechslung auch mal auf andere enzymreiche Früchte wie zum Beispiel Papaya und Kiwi ausweichen. Alltagstauglich ist die Ananas-Diät dagegen auf jeden Fall. Egal ob zu Hause oder im Büro – klein geschnittene Ananasstücke lassen sich überall schnell und leicht verspeisen. Ein Problem könnte beim Auswärtsessen entstehen, denn nur wenige Restaurants haben Ananas pur auf der Karte stehen. Da die Diät aber sowieso nicht länger als drei Tage durchgeführt werden sollte, ist dies kein großes Problem. Hohe Lebensmittelkosten sind bei der Diät nicht zu erwarten, da lediglich die Kosten für die Früchte anfallen. Das sind pro Tag rund acht Euro. Erhältlich sind die Exoten in jedem gut sortierten Supermarkt oder beim Obst- und Gemüsehändler um die Ecke. Aufgrund der möglichen und auch schnell auftretenden Mangelerscheinungen sollten Kinder, Schwangere, Stillende oder gesundheitlich beeinträchtigte Personen unbedingt auf die Diät verzichten.

Wissenschaftlichkeit

bewertet mit 2 Sternen

Die Ananas-Frucht enthält viele Mineralstoffe, Beta-Karotin und Vitamin C. Zusätzlich ist auch das Enzym Bromelin enthalten. Bromelin spaltet Eiweiß, fördert die Verdauung, aktiviert die körpereigene Abwehr und kann sogar rheumatischen Beschwerden vorbeugen. Bromelin scheidet zusammen mit dem Immunsystem nämlich schädliche Stoffe aus dem Körper aus. Ebenso soll sich durch den Ananasverzehr das Hautbild verbessern und Falten durch die hautstraffende Wirkung gemindert werden. Trotz der enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe ist eine Ernährung durch die Ananas allein auf keinen Fall ausreichend für den menschlichen Körper. So kann es schnell zu Mangelerscheinungen kommen, die sich in Kopfschmerzen, Übelkeit, Mundgeruch, Schwindelanfällen, Muskelabbau, Reizbarkeit oder auch Verdauungsproblemen äußern. Durch den hohen Fruchtsäuregehalt der Ananas kann es bei empfindlichen Magenschleimhäuten außerdem schnell zu Reizungen kommen. Negativ an der Ananas-Diät ist außerdem, dass der schnelle Gewichtsverlust eher durch Wasserverlust anstatt des gewünschten Rückgangs der Fettpölsterchen entsteht. Eine wirkliche Fettverbrennung findet nicht statt. Die einseitige Ernährung verursacht außerdem einen Mangel an wichtigen Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen, wodurch es zum Abbau von Muskelmasse kommt. Ebenso gefährlich: Vitamine und Mineralstoffe werden ausgespült.

Berücksichtigung von Sport

bewertet mit 1 Stern

Bei der Ananas-Crash-Diät gibt es keine Pläne und Empfehlung für sportliche Betätigung. Jedoch sollte bei jeder Diät und bei jeder Maßnahme zum Abnehmen Sport integriert werden, da dies zusammen mit ausgewogener Ernährung essenziell für eine Gewichtsabnahme ist. Selbst für stark Übergewichtige ist es ohne Probleme möglich, mit Hilfe von Sport der Gewichtsreduktion positiv beizusteuern, ohne den Gelenken zu schaden. Zwei- bis dreimal wöchentliches Schwimmen oder Radfahren kann dabei helfen, die Fettverbrennung ankurbeln.

Langfristige Wirkung

bewertet mit 1 Stern

Die Diät sollte nicht länger als zwei bis drei Tage angewandt werden, da die schnell auftauchenden Mangelerscheinungen zu riskant sind. Sie ist deshalb eher dafür geeignet, wenn man zum Beispiel für eine kommende Festlichkeit wieder in das Lieblingskleid oder den Anzug passen möchte. Wie viel während der Ananas-Diät an Gewicht verloren wird, hängt ganz von dem Abnehmenden selbst ab und kann nicht pauschalisiert werden.

Unser Fazit

Wenn man in einem Zeitraum von wenigen Tagen das ein oder andere Kilo verlieren möchte, kann die Ananas-Diät – allerdings unter Vorbehalt – durchgeführt werden. Anzumerken ist jedoch, dass der Gewichtsverlust nur sehr bedingt auf den Verlust von Fett zurückzuführen ist, sondern viel eher Wasser und Muskelmasse verloren werden. Ansonsten ist die Ananas-Diät für eine langfristige Ernährungsumstellung absolut ungeeignet und daher nicht empfehlenswert, da sie keinen Lerneffekt mit sich bringt. Die Folge: Nach der Diät fällt man wieder in seine alten Ernährungsweisen zurück. Schnell sind die verlorenen Pfunde wieder auf den Hüften und die Bemühungen waren umsonst. Durch die viel zu einseitige Ernährung kann es auch schnell zu Mangelerscheinungen kommen. Außerdem hat man nach einiger Zeit den Geschmack der Ananas satt und sehnt sich nach anderen Nahrungsmitteln. Die Ananas-Diät ist nur eine Crash-Diät und sollte langfristigen Ernährungsumstellungen besser nicht vorgezogen werden. Um sich und seinem Körper etwas Gutes zu tun, sollte immer gesundes und nachhaltiges Abnehmen im Fokus stehen.  

Gesamtbewertung

bewertet mit 2 von 5 Sternen

  • Vorgehensweise
  • Umsetzung im Alltag
  • Wissenschaftlichkeit
  • Berücksichtigung von Sport
  • Langfristige Wirkung

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