Brigitte-Diät

Sie gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Diäten in Deutschland: die „Brigitte-Diät“. Doch was macht das Konzept der Frauenzeitschrift eigentlich so erfolgreich und wie gut nimmt man dabei wirklich ab? Diesen und vielen weiteren Fragen widmet sich dieser ausführliche Diättest. Du erfährst, wie die Brigitte-Diät in den Alltag integriert werden kann, welche gesundheitlichen Auswirkungen die empfohlene Ernährungsweise hat und ob man langfristig Erfolge erzielen kann. Wir haben uns die Brigitte-Diät ganz genau angesehen und nach unserem bewährten Sterne-Prinzip bewertet.

In den grünen Blättern eines Salats stecken wervolle und gesunde Pflanzenstoffe die dem Körper Energie liefern. Laut Studien senken diese sogar das Risiko an Diabetes zu erkranken. photocase.com © Niggl
Inhaltsverzeichnis

Übersicht

Die Brigitte-Diät wurde bereits in den 60er Jahren von der gleichnamigen Frauenzeitschrift „Brigitte“ entwickelt und zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Diäten Deutschlands. Dies mag daran liegen, dass sie zur Gruppe der Mischkost-Diäten gehört, und man somit auf keine Lebensmittel verzichten muss. Sie ist keinesfalls nur etwas für Frauen, sondern auch für Männer. Vorzugsweise orientiert sich die Diät an erwachsenen Menschen mit einem Body Maß Index von über 25.

Das Konzept des Ernährungsprinzips wird regelmäßig aktualisiert und zusammen mit den verschiedensten Tipps und Tricks, anpassungsfähigen Speiseplänen und neuen Rezepten in der Printausgabe sowie auf der Internetseite des Frauenmagazins veröffentlicht. Die zur Diät gehörigen Rezepte haben den Anspruch, abwechslungsreich und saisonal anpassbar zu sein und tragen somit – zusammen mit dem breit gefächerten Informationsangebot – zum Erfolg der Brigitte-Diät bei. Außerdem wird Abnehmwilligen das meist lästige Kalorienzählen erspart.

Was man bei dem Brigitte-Ernährungskonzept essen darf, hängt davon ab, welche Energiedichte das Lebensmittel hat – denn diese sollte möglichst gering sein. Ein Nahrungsmittel verfügt über eine hohe Energiedichte, wenn es trotz seiner kleinen Masse viele Kalorien besitzt. Während der Brigitte-Diät sollte man drei Mahlzeiten pro Tag zu sich nehmen: morgens, mittags und abends. Zusätzlich sind höchstens zwei Snacks erlaubt. Die maximal zulässige Menge an Kalorien pro Tag wird mit 1.200 angegeben. Ausnahmen gibt es bei Männern, denen bis zu 1.500 Kalorien gestattet werden. Wenn sie sportlich aktiv sind sogar bis zu 1.700 Kalorien erlaubt. Pro Tag sollten nicht mehr als 40 Gramm Fett aufgenommen werden, da die Diät auf eine fettarme Ernährung setzt. Zusätzlich sollte ausreichend getrunken und auf zuckerhaltige Getränke sowie Alkohol verzichtet werden.

Wir haben uns die Brigitte-Diät einmal genauer angesehen und hinsichtlich der Durchführung, der Umsetzung im Alltag, der Wissenschaftlichkeit, der Integration von Bewegung & Sport sowie der langfristigen Wirkung untersucht.

Vorteile

  • abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung
  • alltagstauglich und auf die gesamte Familie übertragbar  

Nachteile

  • keine große Flexibilität durch vorgegebene Mahlzeiten
  • Restaurantbesuche schwierig  

Erlaubt

  • 2 Snacks pro Tag
  • Bewegung, z. B. Ausdauersport  

Nicht erlaubt

  • übermäßiger Konsum fetthaltiger Lebensmittel
  • zuckerhaltige Getränke und Alkohol  

Gesamtbewertung

bewertet mit 5 von 5 Sternen

  • Vorgehensweise
  • Umsetzung im Alltag
  • Wissenschaftlichkeit
  • Berücksichtigung von Sport
  • Langfristige Wirkung

Vorgehensweise

bewertet mit 4 Sternen

Das Ernährungskonzept der Diät setzt auf eine ausgewogene und kalorienreduzierte Mischkost. Für den Erfolg der Brigitte-Diät muss also nicht auf bestimmte Nahrungsmittel verzichtet werden, allerdings soll eine bestimmte Grenze der täglichen Kalorienzufuhr nicht überschritten werden. Mangelerscheinungen sollen nicht zu befürchten sein, da immer auf ein ausgewogenes Verhältnis an Vitaminen und Nährstoffen geachtet wird. Pro Tag soll man laut dem Ernährungskonzept drei Hauptmahlzeiten und maximal zwei Snacks zu sich nehmen, die Hungergefühle vermeiden helfen. Es wird zudem empfohlen, mindestens eine Pause von vier Stunden zwischen den Mahlzeiten einzulegen. Je nach Geschlecht sowie körperlicher Belastung dürfen täglich nur zwischen 1.200 (Frauen) und 1.500 Kalorien (Männer) aufgenommen werden. Der Verzicht auf bestimmte Nährstoffe sowie Lebensmittel ist im Rahmen der Brigitte-Diät nicht vorgesehen. Mit nicht mehr als 40 Gramm Fett pro Tag wird jedoch auf eine fettarme Ernährung gesetzt. Aus den in der Frauenzeitschrift veröffentlichten Rezepten kann der Abnehmende sich ganz individuell seinen täglichen Brigitte-Diät-Plan gemäß seinen persönlichen Vorlieben und Abneigungen zusammenstellen. Die Rezepte der Brigitte-Diät sind nach den einzelnen Tagesmahlzeiten geordnet und beinhalten die exakte Kalorienanzahl sowie den Fettgehalt. So ist das Gericht „Seelachs mit Paprikagemüse“ beispielsweise mit 390 kcal und 6 Gramm Fett aufgeführt. Die Rezepte der Brigitte-Diät können beliebig untereinander kombiniert werden. Insgesamt sollte die täglich empfohlene Kalorienanzahl jedoch nicht überschritten werden. Alle Rezepte sollen leicht zuzubereiten sein und pro Tag nicht länger als 50 Minuten Zeit in Anspruch nehmen. Hat man aus beruflichen Gründen keine oder wenig Zeit zum Kochen, werden bei der Diät auch Fertiggerichte berücksichtigt. Zudem erscheinen in dem Frauenmagazin regelmäßig verschiedene Rezepte, Tipps und Tricks sowie Erneuerungen der Diät. Auch diverse Bücher zum Thema sind erhältlich. Durch die abwechslungsreiche Ernährung der Brigitte-Diät soll sie für jedermann anwendbar sein und teure Nahrungsergänzungsmittel beziehungsweise andere Hilfsmittel überflüssig machen. Wie viele andere Diäten verspricht der Brigitte-Diät-Plan einen größeren Abnehmerfolg durch zusätzliche körperliche Aktivitäten. Je nach Zeit, Lust und Bedarf können beispielsweise Besuche im Schwimmbad oder im Fitnessstudio im Diätkonzept berücksichtigt werden.

Umsetzung im Alltag

bewertet mit 4 Sternen

Für wen ist die Brigitte-Diät überhaupt geeignet und wie gut ist sie in den Alltag integrierbar? Da die Diät nach dem energiereduzierten Mischkost-Prinzip funktioniert, ist sie für jedermann geeignet. Aufgrund des vielseitigen und ausgewogenen Speiseplans kann sie sogar auf die ganze Familie ausgedehnt werden. Lebensmittel wie Gemüse, Fisch, Eier und Fleisch sowie aromatische Zutaten wie Gewürze, Kräuter, Nüsse und Beeren werden als fettarme Sattmacher genutzt und sorgen für genügend Nährstoffe und Vitamine, was Mangelerscheinungen vorbeugt. Die Gerichte können also ohne Bedenken für jung und alt gekocht werden. Durch die Berücksichtigung von Fertiggerichten innerhalb des Ernährungskonzepts ist es auch möglich, auf zeitaufwendiges Kochen zu verzichten, was vor allem für Berufstätige ein Vorteil ist. Die Zutaten für die verschiedenen Gerichte sind in jedem Supermarkt erhältlich, und auch Tiefkühlprodukte sind bei der Diät erlaubt. Zudem werden fertige Gerichte aus der Brigitte-Diät bereits in einigen Supermärkten angeboten. Durch die strikten Ernährungspläne und die vorgegebenen Rezepte könnten Restaurantbesuche jedoch Schwierigkeiten bereiten, da in öffentlichen Lokalen meist nicht bekannt ist, welches Gericht den Empfehlungen der Brigitte-Diät gerecht wird.

Wissenschaftlichkeit

bewertet mit 5 Sternen

Die Brigitte-Diät ist aufgrund ihrer Ausgewogenheit und großen Abwechslung ernährungswissenschaftlich positiv zu beurteilen. Um eine ausreichende Nährstoffversorgung sowie Sättigung zu erreichen, werden vorzugsweise fettarme und kohlenhydratreiche, vollwertige Lebensmittel verwendet. Pflanzliche Lebensmittel wie zum Beispiel Getreide, Brot, Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte sowie Obst und Gemüse bilden den Hauptbestandteil der Diät. Fettarme Eiweißlieferanten wie Geflügel, Fisch, Milch und Milchprodukte ergänzen den Ernährungsplan der Diät. Die Brigitte-Diät verzichtet somit nicht auf wertvolle Mineralien, Nährstoffe und Vitamine, wodurch keine negativen Auswirkungen wie Mangelerscheinungen zu erwarten sind. Während der Brigitte-Diät sind nur maximal 40 Gramm Fett pro Tag erlaubt. Eine fettarme Ernährung hat im Vergleich zu vielen anderen Diäten den großen Vorteil, dass man ohne das Verbot von bestimmten Lebensmitteln eine langfristig gute Aussicht auf eine Gewichtsreduktion hat. Somit ist auch eine dauerhafte Ernährungsumstellung leichter möglich. Die zeitlichen Abstände zwischen den Mahlzeiten geben dem Stoffwechsel zudem noch ausreichend Zeit für die Verwertung der letzten Mahlzeit. Durch eine reduzierte Energiezufuhr kann man mit der Brigitte-Diät schonend sein Wunschgewicht erreichen und zudem sein Essverhalten nachhaltig ändern.

Berücksichtigung von Sport

bewertet mit 5 Sternen

Für einen besseren Abnehmerfolg sind bei der Brigitte-Diät sportliche Aktivitäten, entsprechend dem Zeitbudget des Abnehmenden, zu empfehlen. Egal ob Besuche im Fitnessstudio, im Schwimmbad, oder Joggen oder Walken – dem Erfolg des Abnehmens während der Brigitte-Diät kann all dies positiv zugute kommen. Auch die Integration von mehr Bewegung im Alltag wird empfohlen – sei es durch Treppensteigen, Spazierengehen oder durch das Erledigen von Einkäufen zu Fuß.

Langfristige Wirkung

bewertet mit 5 Sternen

Zeitlich ist die Brigitte-Diät grundsätzlich unbegrenzt durchführbar. Die Gewichtsabnahme durch die Brigitte-Diät geschieht in einem vernünftigen und langsamen Tempo. Auch eine dauerhafte Ernährungsumstellung ist mit der Brigitte-Diät durch das ausgewogene und vielseitige Ernährungsprinzip durchaus realisierbar. Regelmäßige Mahlzeiten und die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen und Vitaminen helfen dabei, langfristige Erfolge zu erzielen. Die strikten Ernährungspläne und vorgefertigten Rezepte haben jedoch zur Folge, dass der Abnehmende ein wenig Zeit braucht, um sich an die neue Ernährungsweise zu gewöhnen. Wie viele Kilogramm man genau mit der Brigitte-Diät abnehmen kann, lässt sich nicht pauschalisieren, da jeder Körper anders auf die Kalorienreduktion reagiert. Auch gewöhnt sich der menschliche Körper nach einer Weile an die Kalorienreduktion und man verliert irgendwann nicht mehr so viel an Gewicht, wie es vielleicht zu Beginn der Diät der Fall war. Hat man sich erst einmal mit den Rezepten und den verschiedenen Tipps und Tricks von „Brigitte“ vertraut gemacht, kann man falsche Ernährungsgewohnheiten leicht ablegen und läuft auch keine Gefahr, dem bekannten Jo-Jo-Effekt zum Opfer zu fallen, sondern erzielt sogar eine dauerhafte Gewichtsreduktion. Somit kann die Brigitte Diät einen durchweg positiven Lerneffekt für sich verbuchen.

Unser Fazit

Unser Brigitte-Diät-Test hat ergeben, dass sich das Grundkonzept der Brigitte-Diät, basierend auf einer ausgewogenen, gesunden und fettarmen Mischkost, für eine dauerhafte  Ernährungsumstellung gut eignet. Mit den verschiedenen detaillierten Speiseplänen von „Brigitte“ wird man zudem ausreichend beraten und mit genügend Informationen versorgt. Aus unserer Sicht wird ein guter Einstieg in eine langfristige Ernährungsumstellung geboten, die in Verbindung mit etwas Bewegung nicht nur einen kurzfristigen Diäterfolg bietet, sondern auch Aussicht auf eine dauerhafte Gewichtsreduktion verspricht. Besonders am Anfang der Diät wird etwas mehr Disziplin vorausgesetzt. Hat man sich aber erst einmal an die Ernährungsweise gewöhnt, kann man schlechte Essgewohnheiten ablegenund sich fortan ausgewogener und gesünder ernähren. Besonders positiv bei der Brigitte-Diät hervorzuheben ist, dass sie durch spezielle Rezepte auch auf die Bedürfnisse von Vegetariern oder Kochmuffeln eingeht. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Brigitte Diät ständig aktualisiert wird und somit immer auf dem neuesten Stand ist. Mögliche Nachteile sehen wir darin, dass man bei der Brigitte-Diät gerade in der Anfangszeit mehr Zeit einplanen sollte, da es eine Weile dauert, bis man sich mit dem Konzept vertraut gemacht hat. Es bleibt durch die vorgefertigten Rezepte außerdem kein allzu großer Spielraum, um in der Küche zu experimentieren. Weiterhin kann es vor allem beim Auswärtsessen schwierig werden, passende Brigitte-Diät-Gerichte auf der Speisekarte eines Restaurants zu finden. Auch die auf dem Markt erhältlichen Brigitte-Fertiggerichte sind aus ernährungswissenschaftlicher Sicht eher negativ zu bewerten, da sie viel Zucker und Konservierungsstoffe enthalten. Abschließend lässt sich sagen, dass die Brigitte-Diät ein gesundes und empfehlenswertes Ernährungskonzept ist, welches so gut wie keine bedenklichen Nachteile mit sich bringt und somit guten Gewissens für eine langfristige Ernährungsumstellung genutzt werden kann.

Gesamtbewertung

bewertet mit 5 von 5 Sternen

  • Vorgehensweise
  • Umsetzung im Alltag
  • Wissenschaftlichkeit
  • Berücksichtigung von Sport
  • Langfristige Wirkung

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