Fit-for-Fun-Diät

Die Diät der Fitnesszeitschrift „Fit for Fun“ setzt auf eine grundlegende Ernährungsumstellung, um langfristig abzunehmen und sein Wunschgewicht zu halten. Erwartungsgemäß beinhaltet das Konzept auch sportliche Komponenten sowie Entspannungsübungen. Wie effektiv das Abnehmkonzept der Fit-for-Fun-Diät wirklich ist und was es zu beachten gilt, erfährst du hier. Wir haben die Diät auf Herz und Nieren geprüft und in verschiedenen Kategorien bewertet.

Die gesunde Knolle: In der Kartoffel können 15 verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente nachgewiesen werden. photocase.com © Maria Vaorin
Inhaltsverzeichnis

Übersicht

Bereits Ende der 90er Jahre entwickelte die Fitnesszeitschrift „Fit for Fun“ ihre eigene Diät, die auf den drei Säulen Ernährung, Bewegung und Entspannung basiert. Das Ernährungsprinzip der Fit-for-Fun-Diät setzt nicht auf pures Kalorienzählen, sondern vielmehr auf eine Ernährungsumstellung. Auf Kohlenhydrate wie Brot, Reis, Nudeln und Kartoffeln muss im Gegensatz zu vielen anderen Diäten nicht verzichtet werden, Abnehmwillige müssen lediglich fettarm essen.

Ein umfangreiches Sportprogramm soll dem Stoffwechsel richtig einheizen. Spezielle Entspannungsprogramme sollen wiederum Ruhe ins oft hektische Leben bringen. Die Fit-for-Fun-Diät bietet die Möglichkeit, ganz ohne Hungern sein Wunschgewicht zu erreichen. Allein durch bewusste Ernährung und regelmäßige Bewegung im Alltag soll man seinem Ziel näher kommen.

Wir haben uns die Fit-for-Fun-Diät einmal genauer angesehen und hinsichtlich der Durchführung, der Umsetzung im Alltag, der Wissenschaftlichkeit, der Integration von Bewegung & Sport sowie der langfristigen Wirkung untersucht.

Vorteile

  • auch für eine dauerhafte Ernährungsumstellung geeignet  

Nachteile

  • relativ langsamer Abnehmerfolg

Erlaubt

  • ausgewogene, fettreduzierte Mischkost
  • großer Fokus auf Sport

Nicht erlaubt

  • fetthaltige Süßigkeiten
  • Alkohol und Tabakwaren  

Gesamtbewertung

bewertet mit 5 von 5 Sternen

  • Vorgehensweise
  • Umsetzung im Alltag
  • Wissenschaftlichkeit
  • Berücksichtigung von Sport
  • Langfristige Wirkung

Vorgehensweise

bewertet mit 5 Sternen

Bei der Fit-for-Fun-Diät handelt es sich um eine ausgewogene Ernährungsumstellung, in der man wenig Fett zu sich nimmt, und es zu keinen Hungerattacken kommen soll. Sie setzt auf viele frische, vitaminreiche Zutaten, die für Vitalität, Gewichtsabnahme und den Einklang mit sich selbst sorgen sollen. Während der Diät sollen den Abnehmwilligen schlechte Essgewohnheiten abgewöhnt werden, sodass es zu einem langfristigen Abnehmerfolg kommen kann. Anhand von vielen Tipps und Zusatzinfos sollen Diätteilnehmer viel und ausreichend über den Umgang und die Zusammensetzung von Speisen lernen. Mit Hilfe einer Life-Style-Pyramide (angelehnt an die Lebensmittelpyramide der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V.) soll es somit auch für unerfahrene Menschen ein Kinderspiel sein, die Mahlzeiten optimal zusammenzustellen. Magenknurren soll bei der Fit-for-Fun-Diät keine Rolle spielen. Durch erlaubte Sattmacher wie Kartoffeln, Brot und Reis sowie pflanzliche Lebensmittel soll nämlich erst gar kein Hungergefühl aufkommen. Sogar Süßigkeiten sind, allerdings in Maßen, erlaubt. Täglich stehen zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse auf dem Essensplan. Kombiniert wird das Ganze dann mit Reis, Nudeln, Kartoffeln, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten beziehungsweise Müsli. Mit kleineren Portionen aus Fisch, magerem Fleisch oder fettarmen Milchprodukten soll man seinen Speiseplan ergänzen. Mit Hilfe von hochwertigen Fisch- und Pflanzenölen soll der menschliche Körper mit essenziellen Fettsäuren versorgt werden. Als kleine Snacks für zwischendurch dienen Obst und Gemüse sowie magere Milchprodukte. Täglich sollte man abhängig vom Bewegungsverhalten des Abnehmenden nicht mehr als 30 bis 50 Gramm Fett zu sich nehmen. Hat man sein Wunschgewicht erreicht, steigt das Fettlimit auf 60 bis 80 Gramm pro Tag. In der Anfangsphase des Fit-for-Fun-Diätplans sind zwischen 1.400 und 2.000 Kalorien täglich zugelassen. Diese Phase soll circa acht Wochen dauern und dabei helfen, schlechte Ernährungsgewohnheiten zu beseitigen. Auch ein Sportprogramm wird bei der Diät angeboten, sodass der Abnehmende während des Fit-for-Fun-Diät-Wochenplans auch seinen Körper in Form bringen kann. Diverse Entspannungsübungen versuchen, den Diätalltag zu erleichtern und somit Stress vorzubeugen. Nicht nur für ein ausgewogenes Innenleben ist dieser Stressabbau wichtig, sondern auch für die Energieverwertung des menschlichen Körpers. Es sollte weiterhin auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, um eine optimale Gewichtsabnahme zu erzielen. Getrunken werden darf hauptsächlich kühles Wasser (nicht zu kalt), optimal eine Stunde vor den Mahlzeiten, und insgesamt zwei Liter am Tag.

Umsetzung im Alltag

bewertet mit 5 Sternen

Für wen ist die Fit-for-Fun-Diät jedoch am besten geeignet? Für Menschen, die schnell ein paar Kilos abnehmen wollen, ist das Ernährungskonzept leider nichts, da der Gewichtsverlust eher langsam vonstattengeht, und erst einmal eine komplette Ernährungsumstellung nötig ist. Personen mit starkem Übergewicht, die ihr Gewicht nachhaltig und vor allem gesund reduzieren möchten, ist die Diät hingegen absolut zu empfehlen. Anfangs gehört jedoch etwas Disziplin dazu, da man sich erst mit dem gesamten Konzept vertraut machen muss. Hat man sich allerdings erst einmal daran gewöhnt, ist es eine gesunde Lebensweise, die man auch ohne Weiteres dauerhaft verfolgen kann. Da für die zahlreichen Rezepte des Fit-for-Fun-Diätplans keine außergewöhnlichen Lebensmittel oder Zutaten benötigt werden, kann man den Einkauf weiterhin im gewohnten Supermarkt tätigen und hat somit keine Extra-Arbeit. Hohe Lebensmittelkosten fallen bei der Ernährungsumstellung nicht an, und durch die ausgewogene Ernährung sind auch keine Nahrungsergänzungsmittel notwendig. Unter Umständen muss man allerdings seine Küchenausstattung erweitern, da für bestimmte Rezepte Utensilien wie ein Tontopf, ein Wok oder spezielle Pfannen benötigt werden. Die abwechslungsreichen Rezepte sind auch für Berufstätige umsetzbar und schnell zuzubereiten. Das Fitnessmagazin „Fit for Fun“ hat im Internet sogar eine druckbare Einkaufsliste bereitgestellt, mit der es einem kinderleicht gemacht werden soll, seine wöchentlichen Einkäufe zu tätigen. Gesundheitliche Mängel sind durch die ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung nicht zu befürchten. Die Diät ist allerdings nichts für Kochmuffel, da man schon etwas Zeit in der Küche verbringen muss. Auch für Fleischliebhaber könnte die Diät ein Nachteil sein, denn Fleisch steht bei den Fit-for-Fun-Rezepten nicht sehr oft auf dem Plan.

Wissenschaftlichkeit

bewertet mit 5 Sternen

Schon bei vielen ernährungswissenschaftlichen Tests und Studien schnitten Diäten, die aus ausgewogener Mischkost bestehen und in Kombination mit einem Sportprogramm zu absolvieren sind, sehr gut ab. Dies trifft auch auf die Fit-for-Fun-Diät zu. Die vermehrte Zufuhr von Kohlenhydraten, die den Blutzuckerspiegel nicht zu sehr steigen lassen und somit Heißhungerattacken verhindern sollen, sind Bestandteil der Diät. Durch die eiweiß- und ballaststoffreiche Ernährung stellt sich bei der Fit-for-Fun-Diät außerdem ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl ein. Bei einer eiweißreichen Ernährung wird in erster Linie auf fettarme Eiweißquellen, wie z. B. magere Fisch- und Fleischarten, Meeresfrüchte und fettarme Milchprodukte, gesetzt. Zu ballaststoffreicher Kost gehören beispielsweise Obst, Gemüse, Nüsse und Getreideprodukte. Ballaststoffe an sich sind pflanzliche Nahrungsbestandteile, die ein hohes Wasserbindungsvermögen besitzen und nicht von den menschlichen Verdauungsenzymen abgebaut werden können. Ballaststoffe werden teilweise unverändert wieder ausgeschieden und teilweise von im Dickdarm lebenden Bakterien abgebaut. Besonders chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und Gallenblasenleiden kann durch ballaststoffreiche Kost vorgebeugt werden. Das Sportprogramm des Diätkonzepts ist absolut zu befürworten. Der Fokus ist vornehmlich auf den Muskelaufbau gerichtet. Sogar im Ruhezustand begünstigt Krafttraining die Fettverbrennung. So wird zusätzlich zur Fettreduktion durch die Ernährungsumstellung auch Fett aktiv verbrannt. Auch hinter der dritten Säule des Diätkonzepts, der Entspannung, steckt ein tieferer Sinn. Wissenschaftliche Studien haben bereits belegt, dass Personen, die Stress ausgesetzt sind, vermehrt zu Übergewicht neigen als entspannte Menschen. Grund hierfür ist, dass gestresste Personen oft an plötzlichen Essattacken leiden und dann zu ungesunder Nahrung greifen. Mit den verschiedenen Entspannungsübungen während der Diät soll Stress also ausbleiben.

Berücksichtigung von Sport

bewertet mit 5 Sternen

Bei der Fit-for-Fun-Diät werden sportliche Aktivitäten sowie ein Entspannungsprogramm mitberücksichtigt. Krafttraining steht bei der Fit-for-Fun-Diät im Vordergrund, da dieses den Aufbau von Muskeln und somit die Fettverbrennung fördert. Durch zusätzliche ausdauernde Aktivitäten wie Joggen oder Radfahren wird das Herz-Kreislauf-System in Schwung gebracht und schafft neue Kondition. Während der Anfangsphase ist ein zweimal wöchentliches Sportprogramm à 15 Minuten vollkommen ausreichend, da der Körper sich erst an sportliche Aktivitäten gewöhnen muss. Danach sollte das Sportprogramm auf viermal wöchentlich je 45 Minuten ausgeweitet werden. Gegen die Stressbewältigung und für einen größeren Erfolg beim Abnehmen sollen verschiedene Entspannungsübungen helfen. Täglich können circa 15 Minuten für Entspannungsübungen wie zum Beispiel Massagen, Yoga und Meditation genutzt werden.

Langfristige Wirkung

bewertet mit 5 Sternen

Die Fit-for-Fun-Diät gehört zu den langsameren Abnehmprogrammen. Mit einer durchschnittlichen Gewichtsabnahme von ein bis zwei Kilogramm pro Monat dauert es länger als bei anderen Diäten, um sein Wunschgewicht zu erreichen. Durch die ausführlichen Informationen über Ernährung, der Mischkost sowie den Sport und Entspannungsübungen, ist die Diät allerdings auch von langfristigem Erfolg. Die regelmäßigen Sportübungen und die ausgewogene, fettreduzierte Mischkost während der Fit-for-Fun-Diät sprechen für eine dauerhafte Ernährungsumstellung und gegen einen Jo-Jo-Effekt nach den vorgesehenen acht Wochen der Diät. Da man sich während der Diät auch mit Fakten der Ernährung auseinandersetzt, bleibt ein positiver Lerneffekt nicht aus.

Unser Fazit

Unserer Meinung nach eignet sich die Fit-for-Fun-Diät hervorragend für eine dauerhafte Umstellung der Lebens- und Essgewohnheiten. Besonders die umfangreichen Zusatzinformationen sowie Motivations- und Verhaltenstipps für die Abnehmenden sprechen für die Fit-for-Fun-Diät. Durch hilfreiche Tabellen und Ratschläge für die Zubereitung der Speisen kann man den Diätplan von „Fit for Fun“ ideal verinnerlichen und Gelerntes für den Rest seines Lebens anwenden. Da keine Lebensmittel wirklich verboten sind und aufgrund der guten Zusammensetzung des Ernährungsplanes, bleiben Heißhungerattacken aus. Durch die relativ hohen Kalorienmengen, die zu sich genommen werden dürfen, bleibt der Hunger gestillt. Dank ausreichender Bewegung, einer ausgewogenen Ernährung sowie diversen Entspannungsübungen sind unserer Meinung nach keinerlei Nebenwirkungen zu befürchten. Lediglich das Sportprogramm könnte noch etwas ausgebaut und durch zusätzliche Sporteinheiten erweitert werden. Es gibt abschließend nur noch anzumerken, dass gerade der Einstieg in die Fit-for-Fun-Diät Schwierigkeiten bereiten könnte. Es dauert eine Weile, bis man sich mit der Ernährungsumstellung vertraut gemacht hat und Erfolge verbuchen kann. Hat man sich aber erst einmal daran gewöhnt, steht einem gesunden Lebensstil nichts mehr im Wege. Wer also langfristig Gewicht verlieren möchte, gerne kocht und Sport treibt und auf keine Lebensmittel verzichten möchte, findet in der Fit-for-Fun-Diät das perfekte Diätkonzept für sich.

Gesamtbewertung

bewertet mit 5 von 5 Sternen

  • Vorgehensweise
  • Umsetzung im Alltag
  • Wissenschaftlichkeit
  • Berücksichtigung von Sport
  • Langfristige Wirkung

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