Friss die Hälfte (FdH)

Friss die Hälfte und erreiche so dein Traumgewicht – Hört sich eigentlich ganz einfach an. Doch führt eine Halbierung der Nahrungsmenge ganz ohne richtige Ernährungsumstellung wirklich zu einem Gewichtsverlust? Und welche gesundheitlichen Gefahren sind mit dieser kuriosen Diät verbunden? Antworten auf alle wichtigen Fragen rund um die Friss die Hälfte Diät liefert dir folgender Diättest. Top oder Flop? Unsere Ernährungsexperten haben die FdH-Diät ganz genau unter die Lupe genommen und ihr Urteil gefällt.

Abnehmen mit Paprika: Reich an Vitamin C ist das knackige Gemüse ideal zur Fettverbrennung. photocase.com © joschgrafie
Inhaltsverzeichnis

Übersicht

Friss die Hälfte (auch FdH-Diät) beruht – wie der Name schon sagt – auf dem einfachen Grundsatz „Friss die Hälfte“. Anstelle von Diätplänen und speziellen Rezepten soll bei der FdH Diät die Menge an Nahrung einfach halbiert werden. Durch die Halbierung der Nahrungsmenge wird der Körper gezwungen, seine Fettreserven anzugreifen. Friss die Hälfte soll eine der einfachsten und zugleich beliebtesten Methoden sein, sein Gewicht zu reduzieren.

Wir haben uns die Friss die Hälfte Diät einmal genauer angesehen und hinsichtlich der Durchführung, der Umsetzung im Alltag, der Wissenschaftlichkeit, der Integration von Bewegung & Sport sowie der langfristigen Wirkung untersucht.

Gesamtbewertung

bewertet mit 1 von 5 Sternen

  • Vorgehensweise
  • Umsetzung im Alltag
  • Wissenschaftlichkeit
  • Berücksichtigung von Sport
  • Langfristige Wirkung

Vorgehensweise

bewertet mit 2 Sternen

Wie der Name schon sagt, ist das Geheimnis der FdH Diät die Halbierung der Nahrungsmenge. Dadurch wird automatisch die Anzahl an Kalorien ebenfalls halbiert. Bei der FdH Diät bekommt der Körper somit anstelle von ca. 2.000 Kalorien dann nur noch etwa 1.000 Kalorien pro Tag zugeführt. Eine Umstellung der Ernährung ist für die FdH Diät nicht notwendig. Auch das komplizierte Kochen von leichten Gerichten findet hier nicht statt.

Umsetzung im Alltag

bewertet mit 1 Stern

Da bei Friss die Hälfte die Menge an Lebensmitteln lediglich halbiert wird, entstehen dadurch keinerlei Kosten. Auch die Zubereitung der Mahlzeiten erfordert keinen Mehraufwand. Da von allem nur die Hälfte gegessen wird, sind Hungerattacken hier wohl schon vorprogrammiert. Diese Vorgehensweise ist sicher für ein paar Tage machbar, aber über längere Zeit halten sicher nur wenige diese Diätform durch.

Wissenschaftlichkeit

bewertet mit 1 Stern

Wissenschaftlich gesehen findet hier keine wirkliche Ernährungsumstellung statt. Anstatt die ungesunden, fetten oder zu süßen Lebensmittel aus der Ernährung zu verbannen, wird lediglich ihre Menge um die Hälfte reduziert. Durch die geringen Mengen an Nahrung wird dem Körper eine Hungersnot vorgegaukelt, auf die er mit einem Notprogramm reagiert. Die Halbierung der Nahrungsmenge kann zu einer Mangelernährung führen. Der Körper reagiert darauf möglicherweise mit Haarausfall und Hautveränderungen.

Berücksichtigung von Sport

bewertet mit 1 Stern

Der Bereich Bewegung wird bei der Friss die Hälfte Diät völlig außen vor gelassen. Wer auf Dauer Gewicht verlieren möchte, sollte sich allerdings ausreichend bewegen. Durch den Aufbau von Muskelmasse verbraucht der Mensch automatisch mehr Kalorien. Wer versucht, durch FdH Gewicht zu verlieren sollte also zusätzlich unbedingt Sport treiben.

Langfristige Wirkung

bewertet mit 1 Stern

Zwar wird bei der FdH Diät schnell ein Gewichtsverlust zu verzeichnen sein, aber durch die Halbierung der Nahrungsmenge tritt schnell ein permanentes Hungergefühl auf. Es kommt zu keiner wirklichen Ernährungsumstellung und der Jo-Jo Effekt ist nach dem Ende der Diät praktisch vorprogrammiert. Nach einer Diätdauer von etwa 1 bis 2 Wochen hat sich zwar das Gewicht reduziert. Durch die verringerte Menge an Eiweiß und anderen wichtigen Bausteinen leidet der Stoffwechsel und der Darm wird träge.

Unser Fazit

Die Friss die Hälfte Diät ist für uns keine wirkliche Alternative für eine Ernährungsumstellung. Sie halbiert lediglich die Menge an Kalorien, was auf Dauer wohl eher zu einer Mangelernährung führt. Der Bereich Bewegung und Sport kommt dabei definitiv zu kurz.

Gesamtbewertung

bewertet mit 1 von 5 Sternen

  • Vorgehensweise
  • Umsetzung im Alltag
  • Wissenschaftlichkeit
  • Berücksichtigung von Sport
  • Langfristige Wirkung

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