Molekularküche

Die Molekularküche hat eigentlich weniger etwas mit Abnehmen zu tun, sondern zelebriert das Zubereiten von Speisen wie eine kleine Show. Durch biochemische Prozesse kreieren die Köche aus herkömmlichen Speisen regelrechte Kunstwerke. Doch wie soll die Molekularküche beim Abnehmen helfen? Wir haben uns die populäre Kochkunst unter diesem Gesichtspunkt ganz genau angeschaut. Warum das vermeintliche Diätkonzept in finanzieller Hinsicht teuer werden kann, wie die Diät aus ernährungswissenschaftlicher Sicht zu betrachten ist und ob man wirklich damit abnehmen kann, erfährst du hier.

Gemüse und Obst Shakes sind gute möglichkeiten gesund in den Tag zu starten. Aber auch als Snack zwischendurch sind sie sehr gut geeignet. Bei der Molekularküche spielen Temperatur, Textur, Energie und Zeit eine wichtige Rolle. Lebensmittel werden mit chemischen oder pflanzlichen Substanzen in Verbindung gebracht. Agar-Agar (auch japanische Gelatine genannt), Natriumalginat oder flüssiger Stickstoff werden am häufigsten verwendet. photocase.com © Stefanie75

Übersicht

Die Molekularküche sollte nicht als Diät gesehen werden, wird aber dennoch gerne zum Abnehmen herangezogen. Der Grund ist der geringe Gehalt an Nährstoffen in den Mahlzeiten. Die Molekularküche nutzt biochemische und physikalisch-chemische Prozesse zur Veränderung von Speisen und Getränke zu ändern. Der Spanier Ferran Adrià hat die Molekulargastronomie besonders geprägt, indem er mit Hilfe biochemischer Reaktionen kleine Kunstwerke aus den Speisen erschafft.

Wir haben uns die Molekularküche einmal genauer angesehen und hinsichtlich der Durchführung, der Umsetzung im Alltag, der Wissenschaftlichkeit, der Integration von Bewegung & Sport sowie der langfristigen Wirkung untersucht.

Gesamtbewertung

bewertet mit 2 von 5 Sternen

  • Vorgehensweise
  • Umsetzung im Alltag
  • Wissenschaftlichkeit
  • Berücksichtigung von Sport
  • Langfristige Wirkung

Vorgehensweise

bewertet mit 2 Sternen

Die Devise heißt: sich hauptsächlich von der Molekularküche ernähren. Eine genaue Vorgehensweise gibt es nicht, da auch kein Diätkonzept vorhanden ist. Typische Beispiele für die Molekularküche sind Gemüseschaum, Lakritz-Lachs, heißes Eis, Melonenkaviar oder Rote-Beete-Spaghetti.

Umsetzung im Alltag

bewertet mit 2 Sternen

Das Gute: Man muss sich an keine Regeln halten, da es keine gibt. Kalorien müssen bei der Molekularküche ebenfalls nicht gezählt werden. Das Schlechte: Diese Ernährungsweise ist in der Arbeitswelt eher schwieriger realisierbar, da man schlecht sein kleines Kochlabor mitnehmen und so auch nicht die Speisen entsprechend molekular zubereiten kann. Diese sogenannten Kits sind zudem realtiv teuer: Ein Paket mit einigen chemischen Mitteln und Geräten kann man ab 100 Euro kaufen. Kleinere Kits, die nur ein chemisches Mittel enthalten, gibt es ab 20 Euro.

Wissenschaftlichkeit

bewertet mit 2 Sternen

Bei der Molekularküche spielen Temperatur, Textur, Energie und Zeit eine wichtige Rolle. Lebensmittel werden mit chemischen oder pflanzlichen Substanzen in Verbindung gebracht. Agar-Agar (auch japanische Gelatine genannt), Natriumalginat oder flüssiger Stickstoff werden am häufigsten verwendet. Man warnt jedoch vor übermäßigen Verzehr bestimmter Stoffe, da diese den Körper schädigen können. Isomalt wirkt zum Beispiel abführend. Weitere Wirkungen auf dem Körper sind nicht bekannt, da es keine wissenschaftlichen Studien zur Molekularküche gibt.

Berücksichtigung von Sport

bewertet mit 1 Stern

Die Molekularküche ist keine Diät, deshalb werden auch keine Übungen oder andere Trainingseinheiten vorgeschlagen. Allerdings sollte Sport immer eine wichtige Rolle spielen, wenn man effektiv und dauerhaft abnehmen möchte.

Langfristige Wirkung

bewertet mit 2 Sternen

Den großen Erfolg wird es bei der Molekularküche nicht geben. Zwar ist die Nährstoffzufuhr gering und man verliert ein paar Pfunde, aber für den Aufwand ist der Effekt schwindend gering. Zudem schleicht sich schnell wieder ein Hungergefühl ein.

Unser Fazit

Die Molekularküche sollte eher als ein Geschmackserlebnis verstanden werden und weniger als Sättigung. Die Nährstoffe sind gering, aber man bekommt schnell Hunger. Kein Wunder, dass ein Menü von Ferran Adrià etwa 32 Gänge hat. Es ist sicherlich aufregend mal etwas anderes zu essen, aber als Diät ist sie absolut nicht empfehlenswert.

Gesamtbewertung

bewertet mit 2 von 5 Sternen

  • Vorgehensweise
  • Umsetzung im Alltag
  • Wissenschaftlichkeit
  • Berücksichtigung von Sport
  • Langfristige Wirkung

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