Vollweib-Diät

Auf der Suche nach einer wirkungsvollen Diät, bei der kein Jo-Jo-Effekt zu befürchten ist? Dann ist die Vollweib-Diät vielleicht genau das Richtige für dich. Die Vollweib-Diät soll auf gesunde Art und Weise zum Wohlfühlgewicht führen. Laut Diätbegründerin Christine Neubauer ist dabei vor allem Lust und Zeit beim Essen das Wichtigste. Doch wie gut funktioniert das Diätkonzept wirklich und was gilt es bei der Durchführung zu beachten? Antworten auf diese und weitere Fragen erhältst du hier.

Auch während einer Diät sollte man sich ab und zu etwas Süßes gönnen, das vermeidet Heißhungerattacken. photocase.com © Flügelfrei
Inhaltsverzeichnis

Übersicht

Mit der Vollweib-Diät der Schauspielerin Christine Neubauer sollen Abnehmwillige endlich auf Dauer zu ihrem Wohlfühlgewicht gelangen. Sie wurde in erster Linie für Frauen erstellt, die keine dürre Modelfigur haben wollen – oder köperbaubedingt nicht haben können. Fünf einfache Regeln soll Frau zu einer schlanken, aber weiblichen Figur führen. Das Geheimnis auf dem Weg zum Wohlfühlkörper: mit Lust und Zeit essen. Die Diät empfiehlt weiterhin, weniger fett- und zuckerhaltige Lebensmittel zu sich zu nehmen und auf Vollkornprodukte umzuschwenken. Ganz wichtig: sich regelmäßig sportlich betätigen.

Christine Neubauer verrät bei ihrem Ernährungskonzept nicht nur ihre Tipps und Tricks für eine schlanke Linie, sondern präsentiert viele unkomplizierte Rezepte für Essen nach Herzenslust. Denn die Erfinderin der Vollweib-Diät ist aus eigener Erfahrung überzeugt davon, dass man nicht hungern muss, um abzunehmen. Ganz im Gegenteil: Wer abnehmen will, muss essen! Nach zahlreichen fehlgeschlagenen Diätversuchen ist die Schauspielerin nach eigenen Angaben zu dem Schluss gelangt, dass Essen mit Lust und Verstand weit größere Erfolge erzielt, als leidvolle Hungerkuren. Die Vollweib-Diät ist weniger eine Diät, sondern vielmehr ein Weg, lästigen Abnehmkuren endlich abzuschwören.

Wir haben uns die Vollweib-Diät einmal genauer angesehen und hinsichtlich der Durchführung, der Umsetzung im Alltag, der Wissenschaftlichkeit, der Integration von Bewegung & Sport sowie der langfristigen Wirkung untersucht.

Vorteile

  • für eine langfristige Ernährungsumstellung geeignet
  • kein Kalorienzählen  

Nachteile

  • das Sportprogramm ist verbesserungsfähig
  • Mehraufwand für Kochmuffel  

Erlaubt

  • mit Lust und Zeit essen
  • sich regelmäßig sportlich betätigen
  • viel Obst und Gemüse sowie Hülsenfrüchte und Fisch  

Nicht erlaubt

  • Nahrungsmittel aus Weißmehl
  • zuckerhaltige Lebensmittel
  • zu fetthaltige Nahrung  

Gesamtbewertung

bewertet mit 4 von 5 Sternen

  • Vorgehensweise
  • Umsetzung im Alltag
  • Wissenschaftlichkeit
  • Berücksichtigung von Sport
  • Langfristige Wirkung

Vorgehensweise

bewertet mit 4 Sternen

Bei der Vollweib-Diät soll ein gesundes Wohlgefühl durch eine typgerechte Figur im Vordergrund stehen. Daher gibt es keinen strikten Plan oder strenge Regeln zu beachten. Ganz wichtig am Anfang der Diät: sich von unrealistischen Idealbildern lossagen. Christine Neubauer empfiehlt, individuell für sich zu definieren, wie man nach der Vollweib-Diät aussehen will. Dabei sollten sich die Abnehmwilligen auf der Basis von Alter, Geschlecht und körperlichen Voraussetzungen realistische Ziele stecken. Die Vollweib-Diät ist keine Crash-Diät, sondern soll vielmehr zu einer langfristigen Ernährungsumstellung führen. Insgesamt sind fünf goldene Regeln zu beachten: Regel 1: Mit Lust und Zeit essen. Regel 2: Fett sparsam gebrauchen. Regel 3: Kaum Zucker verwenden. Regel 4: Kein weißes Mehl. Regel 5: Regelmäßige Bewegung. Christine Neubauer stellt gemäß diesen Empfehlungen in einem Buch alltagstaugliche Rezepte bereit, die auch für ungeübte Köche leicht umzusetzen sind. Vorgaben zu Größe und Anzahl der Mahlzeiten macht die Vollweib-Diät nicht. So kann jeder selbst entscheiden, ob er drei große oder lieber mehrere kleine Mahlzeiten am Tag zu sich nimmt. Dabei darf man sich auch ohne schlechtes Gewissen satt essen. Als kleine Zwischensnacks sind Obst oder Gemüsesticks erlaubt. Die Diät beinhaltet viel Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte. Fleisch hingegen kommt nur einmal pro Woche auf den Teller. Dabei sollten die Diäthaltenden eher auf Geflügel als auf Rind- oder Schweinefleisch zurückgreifen. Statt Fleisch steht häufiger Fisch auf dem Speiseplan, der, genauso wie Meeresfrüchte, reich an Proteinen ist. Fett in Form von gesättigten Fettsäuren, wie z. B. in Butter, sollten die Abnehmenden im Rahmen der Vollweib-Diät tunlichst vermeiden. Die langkettigen Fettsäuren kann der Körper nur schwer aufspalten. Daher setzen sie sich bei übermäßigem Verzehr vermehrt als Fettpölsterchen ab und führen zu einem erhöhten Cholesterinspiegel. Ungesättigte Fettsäuren, wie sie in pflanzlichen Speiseölen vorkommen, sind jedoch erlaubt. Milchprodukte wie Joghurt, Quark oder Käse spielen im Rahmen der Diät so gut wie keine Rolle. Wenn überhaupt, dann sollte man fettarme Produkte auswählen. Die ebenfalls zu meidenden Weißmehlprodukte können die Diäthaltenden durch Vollkornprodukte ersetzen. Diese machen nicht nur länger satt, sondern enthalten auch wertvolle Nährstoffe, wie z. B. Ballaststoffe. Diese wirken äußerst verdauungsfördernd und führen zu einer gesunden Darmflora. Besonders wichtig ist außerdem, ausreichend zu trinken. Die Vollweib-Diät empfiehlt, neben Mineralwasser nur zu Kräutertee oder Saftschorle zu greifen und auf zuckerhaltige Softdrinks zu verzichten. Die beiden Regeln „kaum Zucker“ und „kein weißes Mehl“ folgen dem Prinzip, den sogenannten glykämischen Index von Lebensmitteln, sprich die Wirkung auf den Blutzuckerspiegel, möglichst gering zu halten. Zucker und Weißmehl führen zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Dadurch wird mehr Insulin ausgeschüttet, welches die Fettverbrennung blockiert. Verzichtet man auf zucker- und weißmehlhaltige Produkte, kann der Körper ungeliebte Fettpölsterchen besser abbauen.

Umsetzung im Alltag

bewertet mit 4 Sternen

Die Vollweib-Diät ist unserer Erfahrung nach für all diejenigen geeignet, die langfristig Gewicht verlieren und ihr Wohlfühlgewicht halten wollen. Die Diät spricht nicht nur stark übergewichtige Menschen an, sondern auch Abnehmwillige, die nur ein paar Kilos verlieren und ihren Körper mehr in Form bringen wollen. Die fett- und zuckerarme Ernährung ist grundsätzlich für Menschen jeden Alters zu empfehlen. Da die Vollweib-Diät keine strikten Regeln zu Einnahmezeitpunkt und Größe von Mahlzeiten vorgibt, ist sie sehr alltagstauglich. Die einfachen Rezeptvorschläge können Abnehmwillige ohne großen Aufwand nachkochen. Für diejenigen, die grundsätzlich selten selbst kochen, bedeuten jedoch auch die verhältnismäßig einfachen Rezepte einen deutlichen Mehraufwand. Um die Diät für Berufstätige zu erleichtern, können diese Gerichte zum Beispiel am Vorabend vorgekocht und so mit ins Büro genommen werden. Die Kosten bei der Vollweib-Diät sind mit denen bei durchschnittlichem Essverhalten vergleichbar. Beachtet werden muss jedoch, dass große Mengen vergleichsweise teures, frisches Gemüse und Obst auf dem Speiseplan stehen. Exotische Zutaten lassen sich in den Rezeptvorschlägen nicht finden, und es sind auch keine Kalorien oder Mengen zu zählen. Die Hinweise der Vollweib-Diät unterstützen das Abnehmen ohne Eingreifen in den Tagesablauf. Essen gehen könnte gegebenenfalls Schwierigkeiten mit sich bringen. In jedem Fall müssen fettarme Speisen ausgewählt werden. Von Fertigprodukten sollte man im Rahmen dieser Diät die Finger lassen. Denn besonders in fettarmen Diätprodukten stecken meist große Mengen Zucker. Dieser dient vor allem als Geschmacksverstärker.

Wissenschaftlichkeit

bewertet mit 4 Sternen

Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht lassen sich bei der Vollweib-Diät nur kleinere Mängel finden. Experten üben hauptsächlich Kritik daran, dass sich die Diät an der Theorie des glykämischen Index orientiert. Wissenschaftlich ist bislang noch nicht endgültig erwiesen, dass zwischen dem glykämischen Index von Lebensmitteln und dem Blutzuckerspiegel ein signifikanter Zusammenhang besteht. Es wird beispielsweise bemängelt, dass es starke individuelle Schwankungen gibt. So löst ein Lebensmittel bei verschiedenen Personen nicht den gleichen Anstieg des Blutzuckerspiegels aus. Zudem ist die tatsächliche Blutzuckerreaktion davon abhängig, in welcher Kombination Lebensmittel gegessen werden. Das Sportprogramm genügt nach Meinung von Experten ebenfalls nicht den Ansprüchen neuester wissenschaftlicher Forschung und ist nicht umfangreich genug. Positiv bei der Vollweib-Diät ist auf jeden Fall zu bewerten, dass der Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird. So sind vor allem Proteine wichtig für den Stoffwechsel und die Funktion der Zellen sowie des Gewebes. Auch wird im Rahmen der Diät auf die vermehrte Zufuhr von ungesättigten Fettsäuren geachtet. Diese sogenannten „gesunden Fette“ sind für den Körper essenziell. Da sie der Körper nicht selbst herstellen kann, muss er sie über die Nahrung aufnehmen. Diese Fettsäuren sind nicht nur an der Hormonproduktion und der Eiweißsynthese beteiligt, sondern sind auch wichtig für den Zellstoffwechsel und die Zellatmung. Die im Rahmen der Vollweib-Diät zu meidenden, gesättigten Fettsäuren können vom Körper auch selbst hergestellt werden. Werden zu viele zusätzlich über die Nahrung aufgenommen, hat der Körper keinen Anreiz mehr, selber zu produzieren und verbraucht weniger Energie. Außerdem kann dies zu einem Anstieg des LDL- und Gesamtcholesterinspiegels führen. Von Zucker wird ebenso im Rahmen dieser Diät abgeraten, da er keinerlei Wirkstoffe wie Vitamine oder Mineralstoffe enthält. Dem Körper werden durch zuckerhaltige Lebensmittel deshalb nur leere Kalorien zugeführt. Zucker wirkt sich zudem negativ auf die Zahngesundheit aus. Karies ist häufig die Folge von übermäßigem Süßigkeitenverzehr. Die Vollweib-Diät empfiehlt eine ausgewogene Mischkost, die für eine dauerhafte Ernährung geeignet ist. Vor allem der Verzicht auf zuckerhaltige und zu fetthaltige Lebensmittel ist aus wissenschaftlicher Sicht positiv zu bewerten. Denn weniger ungesunde Fette und Zucker in der Ernährung sowie unterstützende sportliche Betätigung lassen die Pfunde auf lange Sicht purzeln. Die Gewichtsreduktion erfolgt zwar langsam, aber stetig. Deshalb ist ein nachhaltiger Erfolg zu erwarten. Die Gefahr, dass ein Jo-Jo-Effekt eintritt, ist gering. Genuss als zentraler Bestandteil der Diät führt dazu, dass man sich stückweise an die neue Ernährungsweise gewöhnt und diese beibehält. Da sich die Abnehmwilligen die Lust am Essen bewahren und keine strikten Regeln gelten, ist die Wahrscheinlichkeit, die Diät langfristig durchzuhalten, hoch.

Berücksichtigung von Sport

bewertet mit 4 Sternen

Sportliche Betätigung wird bei der Vollweib-Diät groß geschrieben. Das Sportprogramm beinhaltet dreimal wöchentlich 20 bis 30 Minuten Bewegung. Dabei werden vor allem Sportarten wie Walken, Joggen oder Radfahren empfohlen. Durch diese Ausdauersportarten werden Kondition, das Herz-Kreislauf-System und die allgemeine physische Belastbarkeit gestärkt. Vor allem Walken ist für Übergewichtige zu empfehlen, da diese freizeitsportliche Variante des Gehens gelenkschonend ist. Walken kann die Fettverbrennung ideal ankurbeln und beansprucht nahezu die gesamte Körpermuskulatur. Auch gezielte Gymnastik- und Dehnübungen sind Bestandteil der Diät. Diese Übungen zielen auf die gleichmäßige Ausbildung des gesamten Körpers. Die sportliche Ertüchtigung soll nicht nur Energie verbrauchen, sondern auch die Figur formen und das Bindegewebe kräftigen. Das Trainingsprogramm der Diät ist auch für untrainierte Abnehmwillige und Sportmuffel zu absolvieren. Die einzelnen Übungen und Sportarten können die Diäthaltenden je nach Trainingszustand individuell anpassen.

Langfristige Wirkung

bewertet mit 4 Sternen

Die Vollweib-Diät ist ein guter Anfang für eine dauerhafte Ernährungsumstellung. Eine schnelle Gewichtsreduktion steht nicht im Fokus dieser Diät. Die ausgewogene Mischkost kann jahrelang Grundlage einer gesunden Ernährung sein, denn die abwechslungsreichen, fettarmen Speisen versorgen den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen wie Vitaminen, Ballaststoffen und Eiweißen. Die Diät kann somit auf jeden Fall zum langsamen, dauerhaften Abnehmen beziehungsweise Halten seines Wohlfühlgewichts empfohlen werden. Eine Aussage darüber, wie viel genau man bei der Vollweib-Diät abnehmen kann, kann nicht getroffen werden. Das liegt vor allem daran, dass es keine Einschränkungen bei der täglich zugeführten Kalorienmenge gibt. Die Erfinderin der Vollweib-Diät, Christine Neubauer, hat z. B. über einen Zeitraum von zwei Jahren 15 Kilogramm abgenommen.

Unser Fazit

Wer eine Diät sucht, mit der er dauerhaft abnehmen kann, hat in der Vollweib-Diät eine Methode gefunden, die auf jeden Fall einen Versuch wert ist. Die Vollweib-Diät ist kein Konzept, um schnell Gewicht zu verlieren. Viel mehr gibt sie Empfehlungen dazu, wie man langsam, aber stetig abnehmen und sein Wohlfühlgewicht halten kann. Besonders positiv bewerten wir, dass die Diät ein gesundes, frauliches und vor allem realistisches Schönheitsideal propagiert. Magerwahn und Size Zero spielen bei dieser Diät bewusst keine Rolle. Der Genuss und die Lust am Essen sollen weiterhin im Vordergrund stehen – eine Grundeinstellung, die unserer Meinung nach motivierend wirkt und das Durchhalten erleichtert. Die Ernährungshinweise der Diät in Kombination mit regelmäßiger sportlicher Betätigung ist in gesundheitlicher Hinsicht positiv hervorzuheben. Dank viel Obst, Gemüse und Fisch werden dem Körper ausreichend Nährstoffe wie Vitamine, Eiweiße und Mineralstoffe zugeführt. Durch den Verzicht auf Zucker und den Ersatz von Weißmehlprodukte durch Vollkornprodukte nehmen die Diäthaltenden keine leeren Kalorien auf. Vielmehr wird der Körper mit wertvollen Ballaststoffen versorgt. Christine Neubauers Diät-Buch enthält abwechslungsreiche Rezepte für eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Natürlich kochen sich die ganzen leckeren Gerichte nicht von selbst, ein wenig Aufwand ist bei dieser Diät nicht zu vermeiden. Vor allem für Kochmuffel ist die gesunde, vollwertige Ernährungsweise aus frischem Obst und Gemüse vielleicht zu zeitaufwendig. Genaue Angaben zu Kalorienmenge oder Portionsgrößen sucht man bei dieser Diät vergebens. Dadurch wird erneut die Lust am Essen ohne lästiges Kalorienzählen betont. Andererseits würden genauere Angaben unserer Meinung nach der besseren Orientierung und Übersichtlichkeit dienen. Die gesunde Lebensweise der Vollweib-Diät kann definitiv zu einer dauerhaften Gewichtsreduktion führen. Besonders die regelmäßige sportliche Betätigung stärkt nicht nur die Ausdauer und das Wohlbefinden sondern kurbelt auch die Fettverbrennung ordentlich an. Unser Fazit: Mit der Vollweib-Diät kann man mit Lust am Essen abnehmen und langfristig sein Wohlfühlgewicht halten.

Gesamtbewertung

bewertet mit 4 von 5 Sternen

  • Vorgehensweise
  • Umsetzung im Alltag
  • Wissenschaftlichkeit
  • Berücksichtigung von Sport
  • Langfristige Wirkung

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