Ballaststoffe und Ascorbinsäure
Die Kalorien in Fruchtsäften stammen überwiegend aus Einfachzuckern. Kalorientabelle und Nährwerttabelle notieren für gepresste Fruchtgetränke kaum längerkettige Saccharide, Fett oder Proteine. Ein Großteil der unverdaulichen Pflanzenfasern oder Ballaststoffe, die in der frischen Frucht noch enthalten sind, wird beim Entsaften entfernt. Konstant bleiben dagegen die Nährwerte für Mineralstoffe und Vitamine. Fruchtsäfte liefern laut Kalorientabelle vor allem große Mengen Ascorbinsäure (Vitamin C). Ein Glas (200 ml) Orangensaft enthält z.B. rund 100 mg, ein Glas schwarzer Johannisbeersaft bringt es je nach Produkt sogar auf 160 mg.
Glykämischer Index
Die Nährwerttabelle listet für Fruchtsäfte überwiegend leicht verdauliche Kohlenhydrate, der Glykämische Index (GI) ist entsprechend mäßig bis hoch einzustufen. Für Orangensaft zeigt die Skala z.B. 46-53 Einheiten an, während sie für die Frucht selbst nur 42 notiert. Ein mittlerer GI von 50-70 kann den Blutzuckerspiegel bereits negativ beeinflussen, vor allem Diabetiker sollten deshalb in dieser Getränkekategorie stets die Kalorientabelle zu Rate ziehen.Schnell verfügbare Nährstoffe
Fruchtsäfte liefern Kalorien und Nährstoffe in leicht verdaulicher Form. Wer also tagsüber in Eile ist und mit Blick auf die Kalorientabelle trotzdem sicher stellen möchte, dass er genügend essentielle Vitalstoffe aufnimmt, greift gerne zu einem leckeren Fruchtsaft. Der hohe Zuckergehalt rät aber zur Vorsicht: Fruchtsäfte sollte man trotz ihrer physiologischen Nährwerte nur sparsam genießen.
Ballaststoffhaltige Fruchtsäfte
Frische Früchte enthalten in der Regel viele Ballaststoffe, die die Verdauung fördern und den Stoffwechsel entlasten. Beim Entsaften gehen aber die Schale und das Fruchtfleisch, die die wertvollen Pflanzenfasern enthalten, meist verloren. Einige der zum Verkauf angebotenen Fruchtsäfte enthalten dennoch Fruchtfleisch und wer sich seinen Saft selbst presst, kann das zurückgehaltene Pressgut dem fertigen Saft wieder beifügen. So lässt sich der tägliche Ballaststoffbedarf von mindestens 30 g Ballaststoffen auch mit Fruchtsäften decken.